{"id":343,"date":"2021-04-21T16:19:23","date_gmt":"2021-04-21T14:19:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/?p=343"},"modified":"2021-04-21T16:19:23","modified_gmt":"2021-04-21T14:19:23","slug":"google-privatsphaere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/google-privatsphaere\/","title":{"rendered":"Google und Privatsph\u00e4re \u2013 Online-Werbung ver\u00e4ndert sich"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Internetkonzern Google wird im n\u00e4chsten Jahr bestimmte Cookies im Chrome-Browser zum Schutz der Privatsph\u00e4re blockieren. Eigentlich eine gute Nachricht, doch die Kritik der Online-Community ist gro\u00df und Agenturen wittern nur Probleme.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die n\u00fcchterne, technische Beschreibung:<\/strong><br>Google wird in seinem Chrome-Browser Cookies von Drittanbietern blockieren. Der Suchmaschinen-Konzern stellt damit die Branche auf den Kopf, denn jedes Jahr werden hunderte Milliarden Euro umgesetzt \u2013 mit genau diesem Konzept. Bald entscheidet sich, ob und wie Nutzerinnen und Nutzer k\u00fcnftig im Internet \u00fcberwacht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Um zu verstehen, warum Googles Pl\u00e4ne solch eine Auswirkung haben, hilft eine kleine Story:<br>Herr Schaefer m\u00f6chte sich einen neuen Laptop kaufen und geht in ein Elektronik-Gesch\u00e4ft. Ein Privatermittler belauscht das Gespr\u00e4ch zwischen ihm und dem Verk\u00e4ufer und registriert jeden Artikel, den Herr Schaefer im Verlauf des Gespr\u00e4chs vorgeschlagen wird. Danach hat Herr Schaefer noch einen Arzt-Termin und bespricht dort seine n\u00e4chste Darmspiegelung. Der Privatermittler verfolgt Herrn Schaefer rund um die Uhr. Was der Ermittler sieht und h\u00f6rt, gibt er an ein riesiges Netzwerk aus Werbeverk\u00e4ufern weiter. Deshalb sieht Herr Schaefer bei jeder Gelegenheit Anzeigen f\u00fcr Laptops oder f\u00fcr die n\u00e4chste Darmspiegelung \u2013 im Fernsehen, in der Zeitung und in der U-Bahn.<\/p>\n\n\n\n<p>Was nach einem Horrorszenario klingt, ist l\u00e4ngst Realit\u00e4t. Jede noch so kleine Webseite im Internet speichert Dateien auf dem Rechner der Nutzerinnen und Nutzer und sammelt somit Cookies. Diese Cookies k\u00f6nnen praktisch sein, um sich nicht jedes Mal auf einer Webseite anmelden zu m\u00fcssen. Es ist aber auch sehr t\u00fcckisch, von Drittanbietern im gesamten Internet verfolgt zu werden. Genau dieses Szenario m\u00f6chte Google nun abschaffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"menschen-fuerchten-sich-vor-ueberwachung\"><strong>Menschen f\u00fcrchten sich vor \u00dcberwachung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Verst\u00e4ndlicherweise sind wir Menschen in der digitalen Welt etwas vorsichtiger geworden und achten immer mehr auf unser Nutzerverhalten. Der erfolgreichste Werbekonzern der Welt strebt nun ein gesundes und umfassendes Konzept zum Thema Datenschutz an. \u201eMenschen f\u00fcrchten sich vor \u00dcberwachung\u201c schrieb Google-Manager David Temkin k\u00fcrzlich in einem Blog-Beitrag. \u201eWenn digitale Werbung diese Sorgen nicht ernst nimmt, riskieren wir die Zukunft des freien und offenen Webs.\u201c Google wird von 2022 an also nicht nur Drittanbieter-Cookies verbannen, sondern \u2013 wie vor Monaten bereits angek\u00fcndigt \u2013 auch keine andere Methoden entwickeln, um den Nutzer oder die Nutzerin \u00fcber das ganze Internet zu verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"personenbezogene-daten-werden-zukuenftig-also-anonymisiert\"><strong>Personenbezogene Daten werden zuk\u00fcnftig also anonymisiert<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Frage, ob die bezahlte Werbung im Netz stirbt, wird dr\u00e4ngender. Denn Google will sich aus dem Segment der Drittanbieter-Cookies im Internet komplett raushalten und wird daf\u00fcr auch keine neue L\u00f6sung entwickeln. Alternativen wie Facebook Ads bekommen immer mehr Probleme, da Apple hier personalisierte Werbung auf dem iPhone und eventuell zuk\u00fcnftig auch auf den M1 MacBooks blockieren wird. Personenbezogene Daten werden also anonymisiert und gezielte Werbung wird schwieriger, wenn nicht sogar unm\u00f6glich. Umso wichtiger werden manuelle Suchmaschinen-Anpassungen und noch wichtiger wird es, organisch besser gefunden zu werden. Das Werbebudget vieler Unternehmen wird sich also verlagern. Und wie so oft in unserer schnelllebigen Zeit k\u00f6nnte eine Branche an Relevanz verlieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"lieber-seo-statt-sea\"><strong>Lieber SEO statt SEA<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Wie kann man diesem Paukenschlag entgegenwirken?<br>Es gibt kein pauschales, allgemeing\u00fcltiges Konzept f\u00fcr Online-Werbung. Aber um vorbereitet zu sein, bietet es sich an, das Werbebudget f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre umzuverteilen und in organische Sichtbarkeit zu investieren. Lieber SEO statt SEA. Unternehmen m\u00fcssen anfangen, auf Google MyBusiness statt auf Google Ads zu setzen, Eintr\u00e4ge aktuell zu halten und zu pflegen. Die Webseite muss technisch und optisch immer auf dem neusten Stand sein, um f\u00fcr den Nutzer relevant zu bleiben und weiterhin gesehen zu werden. Suchmaschinen-Werbung wird lange nicht mehr so effektiv sein wie in den letzten Jahren. Und der Nutzer muss auf anderem Weg zur eigenen Webseite gelockt werden, damit man in den Suchergebnissen nicht abrutscht. Bei Google auf Platz 1 zu landen ist also weiterhin das Ziel, nur der Weg dorthin ver\u00e4ndert sich f\u00fcr die Unternehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"post-excerpt\">Der Internetkonzern Google wird im n\u00e4chsten Jahr bestimmte Cookies im Chrome-Browser zum Schutz der Privatsph\u00e4re blockieren. Eigentlich eine gute Nachricht, doch die Kritik der Online-Community ist gro\u00df und Agenturen wittern&hellip;<\/div>\n<div class=\"post-more\"><a href=\"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/google-privatsphaere\/\" class=\"button button-primary button-effect\"><span>mehr lesen<\/span><span><i class=\"cs-icon cs-icon-arrow-right\"><\/i><\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":348,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1,18,14],"tags":[81,76,80,32,58,74,77,79,75,82,7,78,73,9],"powerkit_post_featured":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/343"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=343"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/343\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":349,"href":"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/343\/revisions\/349"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/348"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=343"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=343"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=343"},{"taxonomy":"powerkit_post_featured","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schaefer-design.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/powerkit_post_featured?post=343"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}